Aktives Zeichnen III

Claudia-Maria Luenig (AT/DE) | Anna Rudolf (NL/SUI)
Eröffnung: Freitag, 6. März 2026, 19 Uhr
Im Gespräch mit den Künslterinnen: Georg Lebzelter, Künstler und Vize Präsident Künstlerhaus Wien
Prozesshaftes Arbeiten: 6. Februar – 8. März 2026
Jour Fixe: Samstag, 14. Februar, 15-18 Uhr
Jour Fixe mit Anna Rudolf: 27. Februar 15-18 Uhr
„There is no way to make a drawing – there is only drawing.” (Zu den Zeichnungen von Richard Serra)
Für das Jahr 2026 steht die Zeichnung im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeiten der ausgesuchten Künstlerinnen. Schon in den letzten zwei Jahren war die Zeichnung immer wieder ein Teil der künstlerischen Präsentationen im basement. Doch im Jahr 2026 wird hier ein Schwerpunkt gelegt, auch auf das prozesshafte Arbeiten mit der Zeichnung. Die Vielschichtigkeit der Zeichnung, weg von der Signatur des Stiftes auf Papier, wird in Systemen und räumlichen Konstellationen erforscht.
Die Künstlerinnen Claudia-Maria Luenig (AT/DE) und Anna Rudolf (NL/SUI) werden über Zeitraum von 5 Wochen das prozesshafte Zeichnen über ihre eigenen Strategien entwickeln, aber mit dem Ziel sich am Ende der Ausstellungszeit zeichnerisch und räumlich anzunähern. Sich inspirieren zu lassen, gemeinsame Strategien zu diskutieren, und zu praktizieren, in dem der Ausstellungsraum puuul dafür die sogenannte Zeichenfläche sein wird, ist das Ziel dieser Kollaboration.
Das Projekt wird unterstützt von

Anna Rudolf
Ich zeichne, um mir meine Gedanken sichtbar zu machen. Im Zeichnen entsteht etwas, worauf ich mich beziehen kann. Ich bin in unmittelbarem Dialog mit dem, was auf dem Blatt im Entstehen ist.
Linien sind für mich autonome Entitäten. Jede einzelne ist auf der Suche nach etwas, was sie darstellen könnte. Manchmal scheint es mir, als stiegen Urwesen aus dem Unterbewussten aufs Papier, und alle stehen sie zueinander in einer Beziehung. Man denke an Fütterung, Liebkosung, Angriff, Verwundung, an Wachstum oder Umwandlung. Im Laufe der Zeit sind meine Zeichnungen immer grösser geworden, und eines Tages bot ein Blatt Papier den Linien nicht mehr genügend Raum, sich zu entfalten. Ich fing an, in Räumen zu zeichnen, die vollständig mit Papier bedeckt sind. Diese Zeichnungsinstallationen sind mit Kohle und Tusche bezeichnete Räume, die man betreten kann. Man ist umgeben von der Zeichnung und steht auf der Zeichnung. Als Betrachter ist man selbst Teil der Zeichnung.

Claudia-Maria Luenig
Die Arbeit an der Raumzeichnung geht weiter: Anschließend an das Projekt “In den Raum gedreht” von 2025 geht Claudia-Maria Luenig nun einen Schritt weiter in den Raum. Anna Rudolf aus Amsterdam nähert sich im Raum mit ihren Methoden und Strategien der großen gestischen Kohle Zeichnungen auf Papierrollen der zeichnerischen Arbeit von Luenig.

www.claudiamarialuenig.com
