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basement wien - preisgekrönt!
Das engagierte Auge 2014
Basement hat im Jahre 2005 / 2007 / 2012 / 2014 den Galerienpreis der Stadt Wien gewonnen.




Raum(er)greifend / (Ordnung und Unruhe)
apprehending space - order and chaos

Space is first of all my body, and then it is my body counterpart or „other“, its mirror-image or shadow: it is the shifting intersection between that which touches, penetrates, threatens or benefits my body on the one hand, and all other bodies on the other. Lefebre

Das Jahresthema für 2017 bezieht sich intensiv auf den Raum und auf Struktur, Ordnung und Nicht Ordnung im Raum. Wie die Linie sich ihren Weg auf dem Blatt sucht, die Collage die Komposition, wird der Körper zum Instrument der Raumerfassung in der Installation. Der Raum bedingt eine Vermessung durch den Körper, bestimmt Zwischenräume als auch Zwischenlagerungen, Überlagerungen und zu vermessende Bereiche welche den „neuen“ Raum definieren.
Was über das Jahr 2017 hinaus in den verschiedenen Ausstellungen erfasst werden sollte, ist im Gestaltungsprinzip der prozesshaften Schichtungen, Überlagerungen und Durchdringung von Flächen und Formen zu finden. Entstehen sollen gleichermaßen überraschende Bildräumlichkeiten und atmosphärische Tiefen, als auch die Verschränkung von Flüchtigkeit und Dauerhaftigkeit. Gesucht wird das Dazwischen von konkreter Darstellung und nicht fassbarer Empfindung.
„Ich fasse den Raum als einen sich stets in Bewegung befindlichen, sich neu konfigurierenden auf. Auch wenn ich ganz konkret mit ihm arbeite, untersuche ich ihn über seine physische Materialität hinaus.“ Das kontrollierte, das Zufällige als auch die Ordnung und Unruhe analysiert spielen hier eine große Rolle. Der Raum wird über den berechenbaren Punkt hinaus erfasst, bespielt, gelassen und neu aufgenommen.
Denkt man Objekt und Raum zusammen, so ließe sich die Theorie des geometrischen Raums an dieser Stelle produktiv motivieren: Nicht nur stellt der geometrische Raum ein lückenloses Kontinuum dar, stellt sich – nach Descartes – gegen alles Zufällige, Chaotische und Ungeregelte. Auch stellt die Geometrie zwei Raumschichten für den Menschen dar: „die technisierte Oberfläche der Welt“ und die „formale Innenseite, die quantifizierbar ist“. Das geometrische Verhalten auf das menschliche Leben übertragen würde bedeuten, „Vorgänge werden abgeschnitten, Prozesse werden unterbrochen [...] und Ereignisse werden auf Daten und Fakten zugeschnitten“. Diese abgeschnittenen und verkürzten Prozesse und Vorgänge sind ein Hauptmerkmal der Arbeiten die für 2017 in basement geplant sind. Zudem spielt der Untertitel „Ordnung / Unruhe eine weitere Rolle: Nicht nur Chaos oder Unordnung sind wichtige Begriffe, sondern Ordnung und Zeit. Zeit ist „Sein, das, indem es ist, nicht ist, und indem es nicht ist, ist: Das angeschaute Werden“

„Chaos" nennt man ein Durcheinander von Dingen oder Gedanken, das eine Orientierungslosigkeit hervorruft und von einem Gefühl der Hilflosigkeit begleitet wird. Der Begriff „Unordnung" meint nicht das Gleiche wie Chaos. Wird der Begriff „Unordnung" benutzt, steht weniger das Gefühl einer Hilflosigkeit im Vordergrund, sondern man glaubt, eine Ordnung leicht wieder herstellen zu können. Chaos, nicht Unordnung ist das Gegenteil von Ordnung. Unordnung ist nur ein anderes Stadium einer Ordnung. Unordnung ist nicht die Abwesenheit von Ordnung, also nicht das Gegenteil von Ordnung, sondern der Zusammenprall beziehungsloser Einzelordnungen.
Zu diesen Begriffen gesellen sich Termini wie Raum, Zwischenraum, vertikale und horizontale Linien im Raum, Projektionsfläche, Querschnitte, gedachte Ebenen, Zwischenlagerungen, Überlagerungen, vermessende Bereiche, Positionierung, Maßverhältnisse, Symmetrie, Größenparameter, die alle einen möglichst weiten und spannenden Bereich der künstlerischen Entfaltung erlauben.

Für 2017 sind Installationen, Zeichnungen im Raum, Collagen, Malerei als Objekt und ready-mades beabsichtigt, die ausgewählten KünstlerInnen analysieren und erfassen bzw. vermessen den Raum recht unterschiedlich. Angestrebt wird eine individuelle, visuelle „Vermessung von Raum und Zeit“, jedoch bleiben Kooperation und Kollaboration ein starker Schwerpunkt der Künstlerpaare, bzw. Gruppen wie auch schon in den letzten Jahren im basement.

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