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basement wien - preisgekrönt!
Das engagierte Auge 2014
Basement hat im Jahre 2005 / 2007 / 2012 / 2014 den Galerienpreis der Stadt Wien gewonnen.




Das bewegte Bild - Das Bild bewegt Raum und Struktur

Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern […] eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Werner Heisenberg

In der digitalen Medienkunst werden neben statistischen visuellen Repräsentationen bewegte Bilder in verschiedenen Varianten eingesetzt, sei es als Film, oder als visuelle Repräsentation von Bewegung, die durch das Publikum ausgelöst oder gesteuert werden kann, oder die Installation selbst oder ihre Teile bewegen sich und verändern ihre Form und damit ihr Erscheinungsbild. Visuell wahrnehmbare Bewegung wird neben dem Faktor Zeit auch vom Faktor Raum bestimmt. Ihre Funktionen und Bedeutungen sind dabei ebenso wie bei der Farbe oder Ton von unseren natürlichen Erfahrungen mit Bewegung beeinflußt. Deshalb hat die Art und Weise, wie wir als Menschen Bewegungen mit unserem Körper wahrnehmen einen Einfluss auf die funktionale Interpretation. Die Thematik wird aber auch in anderen Medien reflektiert: In der Malerei können verschiedene Bildebenen mit unterschiedlichen Erzählstrukturen nebeneinander gesetzt werden, so wird das zeitgenössische Bild zu einer Zwischenstation diverser Prozesse. Ein spezieller Moment in einem Zeichnungsprozess und einer Bildabfolge. Das Bild ist Zwischenablage oder Speicher geworden, und bringt somit hervor was sonst verborgen bleibt. Zudem ist eine regelmäßige Wiederholung desselben Motivs dem Ausrichten von Frames, wie beim Film, nahe. Kurven oder Linien können einen Gegenpol zu der horizontalen Ausrichtung des Bildes darstellen, welches mehr einer Landschaft ähnelt als einer Figurendarstellung. Der Betrachter wird in die Bildfläche hineingezogen trotz der Vernachlässigung jeglichen Tiefenraumes - Das Bild bewegt. Im Film erweist sich die Vergangenheit, die gegenwärtig ist, als das Vergangensein der Gegenwärtigkeit selbst, als die Zeit selbst ... (Stanley Cavell: Welt, durch die Kamera gesehen) Zeit und Takt beziehen sich auf die visuellen Bereiche Fotografie, Film, Materie und Installation. Die zeitliche Abfolge von Bildern, hintereinander geschaltet, kann Illusionen erzeugen. Der Modus der Zeit als Nacheinander von Augenblicken kann durch Montage, die sukzessive Präsentation des Simultanen, durch Rückblenden oder Zeitlupen auf neue Weise konjugiert werden. Erst durch diese Nähe der Dinge zueinander in der Zeit und Ferne voneinander im Raum konstituiert sich jene spezifische Zeit-Räumlichkeit als Zweidimensionalität der Zeit, die das eigentliche Wesen des Films markiert. Das Thema Das bewegte Bild hat zwei Unterbegriffe oder Bereiche, einmal den Raum und Struktur 2018, und Zeit und Takt für 2019. Die Erfassung beider spielt sich auf visueller Ebene recht unterschiedlich ab. Es gibt Künstler die das bewegte Bild als solches analysieren, Zeit und Raum sind inbegriffen. Entweder durch Filmische und performative Aspekte (Mariana Hahn), oder durch die Abfolge von malerischen Frames (Norbert Trummer), die räumliche Erfassung des von uns aufgenommenen Bildes (Sinta Werner) oder aber durch die Theorie der Wahrnehmung in den Arbeiten von Bruckmüller und Riess. Kathy Hinde aus GB ist Komponistin und bildende Künstlerin. Sie kombiniert visuelle Noten und analysiert sie was eine visuelle Note sein soll. Ihre Performances und Videos unterstreichen das Zeit /Takt Konzept. „My composition process often employs ‘open scores’ and chance procedures. The resulting work is generative, which evolves and is different each time it is experienced. I compose carefully constructed frameworks from which the precise nature of sonic and visual events are changeable rather than fixed“. Die KünstlerInnen / Gruppierungen repräsentieren die unterschiedlichsten Medien und Zugänge zum „Bewegten Bild“. Es gibt Videoarbeiten in denen Bewegung im Bildframe positioniert wird, oder aber eine Abfolge von Bildern in der Malerei wird in Motion gesetzt. Das australische Künstlerpaar Rachael Wellisch und Emma Gardner zeigt in Transversing „the act of extending across and through something. While to transverse is to weave across, a through line is the invisible thread which interlocks a story together.“ Zusammen mit den Textil und Video Arbeiten von Claudia-Maria Luenig werden Bewegung und Intervalle dargestellt: die zweite Haut ermöglicht eine Abfolge von Bild und Zeitrahmen welche die Empfindung und Verfassung von Körperbewegungen erfasst. Diese Sequenz formt eine neue Struktur und den Raum zwischen dem Ich und dem anderen. Detaillierte Beschreibungen der künstlerischen Arbeit gibt es separat. Sowohl die Spanne von Materialien die präsentiert werden als auch die strukturellen Zugänge versprechen interessante visuelle Postionen und Präsentation, zudem die Wahrnehmung des Betrachters eine massgebliche Rolle in dem Konzert des bewegten Bildes spielt. Wie auch in den vergangenen 4-5 Jahren ergaben nicht nur die interessanten und aussergewöhnlichen Künstlerkombinationen spannende Ausstellungen, sondern auch die Möglichkeit der jeweiligen KünstlerInnen sich zum Thema und Raum äussern, Arbeiten direkt drauf zu beziehen und auch „neue“ und nicht eingeplante Dinge zu wagen. basement ist ein Ort des Prozesses, oft auch in situ, der Raum erlaubt und die Künstlerinnen erlauben dem Raum sich mit oder durch die Arbeiten zu entfalten. basement sieht für 2018 einer spannenden Analyse und Auseinandersetzung von Raum und Zeit im Kontext des bewegten und sich bewegenden Bildes entgegen.

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Basement hat im Jahre 2005 / 2007 / 2012 / 2014 den Galerienpreis der Stadt Wien DAS ENGAGIERTE AUGE gewonnen.

 

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